Programm der Natural Horsemanship: Vom Fohlen zum Reitpferd

Bevor ich irgendwelche Übungen oder Methoden erwähne und bevor wir mit der praktischen Arbeit anfangen, möchte ich ein paar Grundlagen aufzeigen. Ein guter Horseman muss die Philosophie verstehen und verinnerlichen, bevor er auch nur im Traum daran denkt, mit einem Pferd zu arbeiten.

Natürliche Reitkunst Prinzipien

– Alle Befehle werden mit dem Körper gegeben, keine gesprochenen Befehle, kein bedrohliches Verhalten.
– Mache immer die falschen Sachen schwer, aber nicht unmöglich, und die richtigen Sachen einfach.
– Bieten Sie immer zuerst ein gutes Geschäft an, danach ein Fixgeschäft.
– Immer, wenn Du das Pferd innerhalb Deines Rechtecks hast, gib ihm das Gefühl, dass das DER sicherste Platz der Welt ist.
– Das unabhängige Steuern von Hinterhand und Vorhand ist der Schlüssel zu gegenseitigem Respekt.
– Kontrolliere immer die Höhe der Energie in der Bewegung des Pferdes.
– Lass das Pferd ein Partner sein, der denkt und eigene Entscheidungen trifft.
– Belohne den kleinsten Versuch.
Eine letzte Sache noch, vielleicht sogar die allerwichtigste: Wenn Sie sich eines wirklich merken sollten, dann die Worte von Louis Armstrong: „Wir haben alle Zeit der Welt!“

Mit diesen Grundlagen im Kopf und dem großartigen Song in den Ohren können Sie die Philosophie besser verstehen, die hinter diesen Worten steht: Natürliche Reitkunst oder Pferdeflüsterer. Dies ist ein hedonistisches Horsemanship!

Das ist natürlich großes Wort, aber es ist sehr einfach, wenn man einmal alle Klischees vergisst. Der Philosoph Michel Onfray hat eine gute Definition für Hedonismus: „Eine introspektive Einstellung zum Leben, basierend darauf, sich selbst und Andere zu mögen, ohne sich selbst oder irgendwem anders zu schaden.“

Das ist meiner Meinung nach eine gute Einstellung zum Leben und zu den Menschen allgemein.

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Buck Brannaman und vor ihm seine Lehrmeister Ray Hunt und Tom Dorrance, ist ein hedonistischer Horseman, weil er tagtäglich demonstriert,, wie man mit einem Pferd kommunizieren kann, ohne ihm jemals Leid zuzufügen. Mehr noch, er zeigt, dass man das Pferd dazu bringen kann, mit Spaß bei der Sache zu sein. Und das ist genau das, was ich stets beabsichtige, wenn ich mit Pferden zusammen bin.

Auf den Punkt gebracht: Berühre ein Pferd niemals mit einer Gerte, berühre es mit einer Liebkosung!

Das ist der allerschwierigste Teil des ganzen Programms: Sie werden sich selbst hinterfragen müssen, ihre Art zu leben, Ihre Beziehungen zu Anderen, den Stellenwert der Tiere und anderer Lebewesen, Ihre Prioritäten im Leben etc.. („Warum, zum Teufel, sollte ich über all das nachdenken, wenn ich mit meinem Pferd zusammen bin?“).

Bodenarbeit
ERSTER SCHRITT: Sie sollten Ihr ganzes Herz in das Fundament Ihres Pferdes legen, das ist der kritischste Schritt!

  • Desensibilisierung;
  • Rückwärts gehen;
  • Longieren;
Unter dem Sattel
ZWEITER SCHRITT: Ein angenehmer Ritt hat man mit einem freundlichen, leichten,weichen, reagierenden und respektvollen Pferd.

  • Das Biegen;
  • Vor – und Hinterhand unabhängig voneinander verschieben;
  • Sitzpositionen;